11.05.2018

Neue Wirtschaft und Future Leadership

Arbeitswelt in der Netzwerkökonomie

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Wir befinden uns bereits inmitten der angekündigten Netzwerk-Ökonomie. Manche Branchen extrem, in manchen Branchen im dynamischen Mix und in manchen Branchen vielleicht noch nicht unmittelbar spürbar. Die Management- und Führungsgewohnheiten aus dem Zeitraum der Industrialisierung halten sich allerdings noch hartnäckig und umfassend. Der Glaube an die Planbarkeit bestimmt den Alltag in der Arbeitswelt, obwohl zunehmend spürbar und erlebbar wird, dass definierte Ziele und Ergebnisse kaum mehr erreicht  werden. Und die Zeiten eines Übergangs zwischen Epochen sind immer ambivalent mit teilweise enormen Spannungsfeldern.

Future Leadership und NewWork sind nicht bloße Begriffstrends. Hinter diesen Ansätzen formieren sich grundlegende Managementhaltungen, die ein ausgeprägtes  Umdenken und ein Brechen von Mustern und Gewohnheiten bewirken. Das Besondere an der ‚neuen Zeit‘ im 21. Jahrhundert ist, dass es keine Rezepte für den Organisations- und Führungsalltag gibt.

Es gibt zwei grundsätzliche Welten – die komplizierte ‚blaue‘ Welt, in der Planung und Steuerung gepaart mit Expertenwissen das Grundprinzip ist. Und dann die komplexe, ‚rote‘ Welt, in der einfache Wenn-dann-Mechanismen nicht mehr funktionieren.

Das Menschbild ist in der komplexen Welt der Wirtschaft und der Arbeit entscheidend. Der homo oeconomicus wechselt den Blick von der Effizienz hin zu einer anderen, wert-schätzenden und integrierenden Sicht der ‚Ressource Mensch‘. Der Produktionsfaktor Arbeit kann nicht mehr nur als steuerbare, funktionale  Masse betrachtet und genutzt werden. Aktuell werden in der Welt der Wirtschaft mehr als 30% der Potenziale der Menschen nicht aktiviert oder sogar gehemmt. Das konnte auch schon gestern nicht das Ziel des Wirtschaftens sein.

Die Grundfrage der Neuen Wirtschaft beschäftigt sich also mit der Gestaltung von Management und Rahmenbedingungen, die ein Höchstmaß an Selbst- und Teamorganisation ermöglichen. Und das nicht bloß als moderne Methode, sondern überzeugt und  authentisch. Ziel ist es, Menschen die Selbstverantwortung zu erlauben, sie zu aktivieren und dabei Unplanbarkeiten bei der Entfaltung zuzulassen.

Es braucht im Management einerseits eine klare Richtungsstrategie, die die aktuellen und kommenden Entwicklungen der Branche und des Marktes antizipiert. Und dann ist eine Strategie für die Organisation und die interne Arbeitswelt erforderlich, um auf die Varianzen und komplexen Wirkungsweisen in breiter Mit-Verantwortung und in optimaler Vernetzung reagieren zu können.

Dazu wird es einen Bruch mit vielen kleinen und manchen großen Mustern und Routinen geben müssen. Eine stabile, klare und Ressourcen freisetzende Führung ist nötig, ggf. sogar not-wendig. Eindeutige Umsetzungsanordnungen werden Formen von Co-Kreationen weichen, um in den zunehmenden Komplexitäten der Machbarkeit einen möglichen und guten Weg zu finden.

Starten Sie einen Umdenkprozess im Management. Wenn dieser Start- und Vordenkprozess gut sein soll, müssen zahlreiche bestehende Glaubenssätze sichtbar und in Frage gestellt werden. Sie werden erstaunt sein, wie hoch und intensiv unreflektierte Glaubenssätze und Handlungsmuster ihre Arbeitswelt prägen, und das oft nicht wirklich produktiv. Das wird der erste Prüfstein für wirkliche Veränderungen.

Zum Warm-Werden diskutieren Sie die ersten Thesen:

  • In einer Organisation entstehen Führung und Teams nach Bedarf.
  • Assessment-Center gehören zu den Kernmerkmalen eines kontroll-orientierten Unternehmens.
  • Leistungsorientierte Vergütung wirkt kontrproduktiv.
  • Vertrauen führt zu Wettbewerbsvorteilen.

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Finden Sie das alles Quatsch und modernes Gerede?
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