08.04.2019

Macht der Bilder

Social Media emotionalisieren

Rawpixel.com - Fotolia

Emotionale Bilderwelten werden in unserer medialen Gesellschaft immer wichtiger für das Marketing. Hochglanzmagazine (z. B. Landlust, Vogue, GEO) oder bekannte Marken in der Mode-, Uhren- oder Reisebranche wissen das schon immer optimal zu nutzen und arbeiten mit Top-Fotografen und aufwändigen Foto-Shootings. Nur in die mittelständische Welt hält diese Erkenntnis erst allmählich Einzug. Gefördert wird das Umdenken jedoch durch die Social Media wie Facebook, Instagram, Pinterest und Snapschat, die nur durch Bilder und interessante Videos funktionieren.

Gute Fotos als Grundlage

Die Investition in gute Fotos lohnt sich daher. Sie sind auch wichtig für die Pressearbeit, den eigenen Internetauftritt und gedruckte Werbemittel. Engagieren Sie einen erfahrenen Fotografen mit guten Referenzen. Fotografen können nicht alles gleich gut. Es gibt Spezialisten für gestellte Einzel-, Gruppen- oder Szenefotos. Andere wiederum beherrschen emotionale Schnappschüsse von Events (Society-Fotos) oder künstlerische Ausschnittfotografie. Die Qualität sollte hochwertig, und die Fotoinhalte sollten zu Ihrem Unternehmen passen. Authentizität wirkt. Außerdem gehen Sie bei Eigenproduktionen beim Urheberrecht auf Nummer sicher. Gute Marketingagenturen arbeiten immer auch mit guten Fotografen zusammen.

Plattformen gezielt nutzen

  • Facebook: Der Marktführer wandelt sich immer mehr von einem sozialen Netzwerk zu einem Medienkanal. Allein in Deutschland gibt es 32 Millionen Nutzer. Jeden Tag werden rund 400 Millionen Bilder geteilt. Fast alle Unternehmen mit Endkundengeschäft (B2C) erreichen dort gezielt ihre Zielgruppe. Aber auch Entscheider von Unternehmen sind dort anzutreffen, was ein indirektes Business-to-Business-Marketing ermöglicht.
  • Instagram: Mit über 600 Millionen Nutzern weltweit, davon 15 Millionen in Deutschland, gehört die Facebook-Tochter zu den großen Playern. Zu einem Posting gehört immer ein Foto (oder Video), davon viele Selfies und Ad-hoc-Fotos aus dem eigenen Leben. Instagram wird eher von jungen Frauen genutzt. Mode, Kosmetik, Gastronomie, Reisen, Kunst und Handwerk sind Branchen, die gut zu diesem „Online-Bilderbuch“ passen.
  • Pinterest: Auch dieses Foto-Netzwerk hat viele weibliche Nutzer, ist aber mit weltweit 250 Millionen Usern und rund 10 Millionen Nutzern in Deutschland deutlich kleiner als Instagram. Die fremden und eigenen Fotos, die Mitglieder in ihren digitalen Galerien an einer Pinnwand sammeln, sind meist hochwertiger und stärker inszeniert. Es wirkt professioneller.
  • Snapchat: Diese Messaging-App ist mit weltweit 185 Millionen vor allem jungen Nutzern angesagt. Die Besonderheiten sind die kurze Verweildauer von Postings und die Möglichkeit, lustige Filter über die Fotos zu legen. Sie werden nach einmaliger Ansicht schnell wieder gelöscht. Neue Funktionen ermöglichen aber auch den Aufbau eines Archivs.

Für die meisten mittelständischen Unternehmen ist es unmöglich, alle Medien gleichzeitig zu nutzen und zu aktualisieren. Dafür fehlen die Zeit und Marketingbudgets. Auch sind Social Media nicht für alle Branchen gleich interessant. Wer Produkte und Dienstleistungen mit hoher emotionaler Bindung und häufiger Kundennutzung anbietet (z. B. Bundesligavereine, Kultmarken wie Harley Davidson, Museen, Fitnessstudios), für den sind Social Media ideal. Für alle übrigen Unternehmen sind Social Media vor allem wichtig für ihr Personalmarketing.

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