05.11.2018

Jahresabschlussprüfung

Pluspunkte bei Kapitalgebern sammeln

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Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften sowie haftungsbegrenzte Personengesellschaften (z. B. GmbH & Co. KG) müssen ihre Jahresabschlüsse in Deutschland von einem Wirtschaftsprüfer prüfen lassen, wenn sie an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen zwei der drei Größenkriterien überschreiten: 6 Mio. Euro Bilanzsumme, 12 Mio. Euro Umsatz und 50 Mitarbeiter. Auch nicht prüfungspflichtige Unternehmen können ihren Jahresabschluss freiwillig prüfen lassen, um beispielsweise den Informationserfordernissen der Banken und Kapitalgeber gerecht zu werden. Eine Jahresabschlussprüfung schafft Pluspunkte.

Planung der Prüfung

In Deutschland basiert die Prüfung vor allem auf fachtechnischen Normen und Standards des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V (IDW). Ein Wirtschaftsprüfer muss seine Prüfung sorgfältig planen.

  • Prüfungsstrategie: Der Wirtschaftsprüfer macht sich mit Ihrem Unternehmen vertraut. Nach einer Risikoanalyse legt er individuelle Prüfungsschwerpunkte fest. Da Wirtschaftsprüfer das Geschäft und das interne Kontrollsystem des zu prüfenden Unternehmens verstehen müssen, ist es hilfreich, wenn Ihr Wirtschaftsprüfer Ihre Branche aus anderen Mandaten bereits kennt.
  • Prüfungsprogramm: Auf Basis der Prüfstrategie legt Ihr Wirtschaftsprüfer nun detailliert Art, Umfang und Zeitpunkt der Prüfungshandlungen (sachliche Planung) und den Personaleinsatz (personelle Planung) fest.

Bei einer erstmaligen Jahresabschlussprüfung kann die Prüfungsplanung bis zu einem Viertel der Gesamtzeit einnehmen. Bei Folgeprüfungen reduziert sich der Anteil auf durchschnittlich 10 Prozent.

Durchführung der Prüfung

  • Die Abschlussprüfung läuft nach einem genauen Prüfschema ab. Sie wird zunächst sorgfältig vorbereitet: Inventurbeobachtung, Analyse des vorliegenden Jahresabschlusses und Einholung von Saldenbestätigungen von Lieferanten, Kunden, Banken und Rechtsanwälten.
  • Danach prüft Ihr Wirtschaftsprüfer die Geschäftsprozesse und internen Kontrollsysteme (z. B. Rechnungswesen, Controlling), da diese Systeme im Wesentlichen die Zuverlässigkeit und Richtigkeit des Jahresabschlusses gewährleisten. 
  • Im Rahmen der Detailprüfung werden nun stichpunktartig die dokumentierten Geschäftsvorfälle hinterfragt und auf Plausibilität überprüft. Art und Umfang der Prüfung hängen vom Ergebnis der Systemprüfung ab.
  • In einem Abschlussgespräch erläutert Ihnen der Wirtschaftsprüfer die Prüfungsergebnisse. Häufig stellen sie auch steuerliche und betriebswirtschaftliche Optimierungsmöglichkeiten vor. Der Prüfungsbericht und der Bestätigungsvermerk (Testat) bilden den Abschluss des Prüfungsprozesses.

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