03.04.2018

Digitaler Wandel in der Rechnungslegung

Zeit und Kosten reduzieren

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Der digitale Wandel in der Rechnungslegung ist in vollem Gange. Mittelständler sollten prüfen, ob sie nicht einen zu hohen Aufwand betreiben, um ihre Daten zu verarbeiten. Moderne digitale Tools können den Zeit- und Kostenaufwand für die Rechnungslegung wesentlich reduzieren und auch die Qualität der Berichte verbessern. Wo liegen Potenziale, und was sind die neuesten Entwicklungen?

Effizienzsteigerung durch Digitalisierung

Die Rechnungslegung soll die Eigentümer, den Staat, Gläubiger, Kunden und andere externe Anspruchsgruppen über die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens informieren und ihnen eine Basis für Entscheidungen liefern. Dazu müssen verschiedene gesetzliche Vorgaben, Standards und eventuell weitere Anforderungen berücksichtigt werden. Viele Unternehmen nutzen noch ausschließlich oder schwerpunktmäßig die Finanzbuchhaltung und ergänzend Excel-Auswertungen. Mit dem Einsatz digitaler Rechnungslegungstools wird es möglich, die Datenverarbeitung und -aufbereitung effizienter zu bewältigen und die unterschiedlichen Berichte für die verschiedenen Adressaten schneller zu erstellen. Auch integrierte Betrachtungen werden erleichtert.

Moderne digitale Tools können mehr

Vor allem international tätige Großunternehmen treiben die Entwicklung der digitalen Rechnungslegung voran, weil sie in komplexen Kontexten berichten müssen. Der Mittelstand wird die Ausstrahlungswirkung zu spüren bekommen, zumal er ebenfalls auf internationalen Märkten agiert. Dies sind die Trends:

  • Sammlung nichtfinanzieller Informationen: Für manche Berichtszwecke reichen die finanziellen Daten aus der Buchhaltung nicht aus. So werden etwa für die Nachhaltigkeitsberichterstattung nichtfinanzielle Informationen zu ökologischen und sozialen Aspekten benötigt, Compliance-Berichte müssen Prozesse abbilden u.ä. Digitale Tools können die Informationssammlung und die adressatengerechte Darstellung wesentlich erleichtern.
  • Integrierte Berichterstattung: Sie hat zum Ziel, die verschiedenen finanziellen und nichtfinanziellen Berichte, die das Unternehmen erstellen muss oder will, miteinander zu verknüpfen. So hat die Geschäftsführung einen Gesamtüberblick über alle relevanten Berichtsfelder, und interessante Schnittstellen und Querverweise lassen sich adressatengerecht nach außen kommunizieren.
  • Beschleunigung der Berichterstellung: Für den Informationsbedarf der Kapitalmarktteilnehmer ist es zweckmäßig, wenn die Jahresabschlüsse möglichst frühzeitig vorliegen. Leistungsfähige IT hilft bei dabei.
  • Internationalisierung: Manche Unternehmen wollen nicht nur nach HGB, sondern zusätzlich freiwillig nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) berichten. Hier helfen IT-Systeme, die die vorhandenen Daten parallel nach beiden Vorschriften auswerten können. Jenseits von Rechnungslegungsstandards entwickelt sich international ein standardisierter Datenaustausch. Dabei liest die sog. Extensible Business Reporting Language (XBRL) die Rohdaten von Unternehmen an der Quelle aus, strukturiert sie nach einheitlichen Berichtsvorlagen und übermittelt sie an den Empfänger.

Fazit: Prüfen Sie gemeinsam mit Ihrem Wirtschaftsprüfer die Bedarfe und Potenziale Ihres Unternehmens im Bereich der digitalen Rechnungslegung. Implementieren Sie schrittweise, aber planmäßig zukunftsorientierte Innovationen. Dann brauchen Sie die Komplexität von IT-Innovationen nicht zu scheuen.

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