09.03.2018

Künstliche Intelligenz und Roboter

Herausforderungen und Finanzierungsalternativen

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Software, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiert, erobert schrittweise alle Geschäftsprozesse im Unternehmen. Sie ist die Killer-Applikation der Digitalisierung, die gemeinsam mit Robotern aller Art zu gewaltigen Effizienzsprüngen in den Unternehmen führen wird. Leider werden digitalen Technologien vermutlich aber auch viele Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Mittelständler müssen sich daher mit KI und Robotern auseinandersetzen und ihre digitalen Investitionen vorantreiben.

Künstliche Intelligenz

KI ist eine Software, die aus großen Datenmengen (Big Data) selbstständig Muster erkennt, daraus lernt und häufig anders reagiert als Menschen es je tun würden. Grundlage für die Programmierung ist „Deep Learning“. Früher haben Programmierer jede Programmverästelung bis zum Ende selbst kodiert. Heute legen Sie nur die Grundlagen. Den Rest übernehmen die Programme wie in einer Black Box. KI steckt in Rechnern, Smartphones, Robotern, Autos, LKWs, Flugzeugen, Drohnen, zunehmend aber auch in Geräten des Alltags. Bei KI geht es darum, Sprache zu verstehen, Gesichter und Formen zu erkennen, non-verbale Signale wahrzunehmen, aber auch selbstständig zu agieren und zu sprechen. Auf KI basierende Software findet sich in allen Bereichen von Unternehmen, z. B. als digitale Assistenten im Kundenservice-Center, in der Produktion und Logistik smarter Fabriken, im Marketing und Vertrieb, aber auch in der Verwaltung (z. B. Sachbearbeitung, Buchhaltung).

KI-Software kann sich eigentlich jedes Unternehmen leisten. Es gibt zahlreiche Open-Source-Anwendungen, mit denen Software-Spezialisten Firmenlösungen programmieren können. In vielen Branchen gibt es bereits auch Standardanwendungen, die sich anpassen lassen.

Roboter

Roboter sind bewegliche oder ortsgebundene Maschinen, die über Sensoren und eine KI-Software gesteuert werden. Ihr Einsatzgebiet reicht von einfachen Tätigkeiten bis hin zu komplexen Abläufen. Industrieroboter gibt es schon seit Jahren in der Produktion und Logistik. In den nächsten Jahren gibt es aber zwei beträchtliche Änderungen: Zum einen werden sich Roboter in einer digitalen Fabrik (Industrie 4.0) untereinander stärker vernetzen und die Produktion autonom steuern. Zum anderen werden bewegliche und intelligente Roboter mit Menschen stärker zusammenarbeiten (Kollaboration).
Vor allem in Asien gibt es aber auch Roboter, die immer menschenähnlicher werden. Sie werden z. B. in Hotels, Kaufhäusern und Restaurants eingesetzt, begrüßen und beraten Gäste und Kunden. Forscher und Praktiker arbeiten an Robotern, die Menschen täuschend ähneln (z. B. Roboter Sofia) und Gefühle von Menschen erkennen und selber in der eigenen Mimik wiedergeben können. Roboter in der Pflege und Kinderbetreuung sind heute schon an der Tagesordnung.

Finanzierung

Roboter sind als Hardware je nach Ausprägung als Maschinen und damit als materielles Anlagevermögen zu klassifizieren. Es gelten daher die Grundzüge der Investitionsgüterfinanzierung. Je firmenspezifischer Roboter jedoch sind, desto schwieriger wird ihre Bewertung als Kreditsicherheit. KI gehört als Software zum immateriellen Vermögen mit starker Firmennote. Für ihre Finanzierung eignen sich IT-Leasing, öffentliche Förderkredite oder eine Eigenkapitalbeteiligung (z.B. bei Startups). Sprechen Sie uns bitte bei Interesse an. Wir finden für Sie - auch mit unseren spezialisierten Verbundunternehmen – die passende Finanzierung.

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